Beim Kauf einer Rassekatze müssen Sie je
nach Rasse mit einem Preis von 500–800 EUR rechnen. Ausnahmen bilden
die Katzen mit „Wildblutanteil“ (wie z. B. die Savannah), dort sind
Preise von 1000 EUR aufwärts keine Seltenheit.
Nun werden Sie denken, die Züchter verdienen sich an den Kitten eine goldene Nase. Nein, jeder Züchter möchte nur seine Kosten gedeckt haben, denn keiner kann auf Dauer damit leben Geld zu verschenken. Jeder verantwortungsvolle Züchter möchte, dass sein Kitten rundum gesund zu seinen neuen Besitzern kommt und das hat seinen Preis. Das fängt schon vor der Deckung an. Jeder verantwortungsvolle Züchter lässt seine Katzen auf mögliche Erbkrankheiten (soweit möglich) testen.
Die Katzen werden mit hochwertigem Futter ernährt, damit sie in guter Kondition bleiben. Regelmäßige Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen sind selbstverständlich. Nicht jeder hat einen eigenen Deckkater und nicht jeder Deckkater ist gleich gut geeignet. Also muss die Katze zum Kater gebracht werden, da sind Entfernungen von 400 km und mehr sind keine Seltenheit. Die gleiche Strecke muss dann auch wieder zum Abholen gefahren werden. Für die Deckung wird eine Decktaxe fällig. Diese liegt meistens zwischen 300–700 EUR, egal wie viel Kitten dann hinterher geboren werden.
Während der Schwangerschaft benötigt die
Katze oftmals die doppelte Menge an Futter. Viele Züchter geben
während dieser Zeit spezielles Futter für trächtige Katzen, das
natürlich auch seinen Preis hat. Sind die Kitten geboren, werden sie
die ersten 4 Wochen durch ihre Mutter ernährt. Dass diese dann
weiterhin nur das beste Futter bekommt versteht sich von selbst.
Fangen die Kleinen an zu fressen, muss für 4 und mehr Mäuler
zusätzliches Premiumfutter bereitgestellt werden. Dass dann
natürlich auch mehr Streu benötigt wird, kann man sich gut
vorstellen. Weiterhin werden die Kitten regelmäßig entwurmt und
bekommen ihre wichtigen Impfungen. Regelmäßige Gesundheitschecks
durch den Tierarzt sind für verantwortungsvolle Züchter eine
Selbstverständlichkeit. Dann möchte noch der Verein Geld für das
Erstellen der Stammbäume und Anzeigen in Zeitungen u. ä. sind auch
nicht gerade günstig. Wenn man diese Posten alle zusammen rechnet,
ist man bei einem Viererwurf schnell bei 2500,- EUR. Für Würfe mit
weniger Kitten sinken die Kosten nur geringfügig. Spielzeuge,
Liegedecken, Kratzbäume, Kosten für Ausstellungen etc. tauchen in
dieser Aufzählung noch nicht einmal auf, sind aber ebenfalls
laufende Kosten für einen Züchter.
„Andere können es auch billiger“ werden Sie
jetzt denken. Ja, aber nur weil dort an wichtigen Punkten gespart
wird. Die Katzen von den so genannten Vermehrern wurden sicherlich
nicht auf Erbkrankheiten untersucht, weiterhin wurde sicherlich auch
an die Elterntiere sowie Kitten nur das billigste Futter verfüttert,
denn hier lässt sich auch Einiges einsparen, egal ob eine Katze
gerade während der Schwangerschaft und Säugephase optimal ernährt
werden müsste!
Am besten lässt sich aber ein günstiger
Preis halten, in dem man eine Katze so oft wie möglich eindecken und
werfen lässt. Ist die Katze nach ein paar Jahre verbraucht und mit
ihren Kräften am Ende, wird diese auch noch schnell verkauft und die
Nächste zieht wieder ein. Das ist auch der Grund, warum
Schwarzzüchter in keinem Verein sind und keine Stammbäume bekommen.
Denn jeder seriöse Verein in Deutschland erlaubt maximal 3 Deckungen
in 2 Jahren.
Keiner, weder Züchter noch Vermehrer
verkauft seine Katzen so, dass er dabei Verlust macht. Jeden Euro,
den Sie beim Kauf einer schwarz gezüchteten Rassekatze gespart
haben, werden Sie möglicherweise doppelt beim Tierarzt wieder
ausgeben müssen. Nach kurzer Zeit werden Sie merken, dass sich das
Kitten doch nicht so entwickelt, wie es sollte und vielleicht häufig
krank ist. Denn der Vermehrer hat an den entscheidenden Stellen
gespart, um seine Kitten billig anzubieten und dies allein auf
Kosten des Tieres!
Sparen Sie also bitte nicht an der
falschen Stelle, dann hat Ihre Katze ein gutes und gesundes Leben
vor sich!